Schlosshöfe Oldenburg

Am Schlossplatz im Herzen von Oldenburg entstand im Jahr 2011 das Einkaufscenter „Schlosshöfe Oldenburg“. Mit der 115 Mio. € teuren Baumaßnahme entstanden auf rund 10.000m² Grundfläche neben den ca. 90 Geschäften und 430 Parkplätzen auch Dienstleistungs-und Büroflächen. Besonderer Blickfang ist die quaderförmige Kulturlounge an der Süd-Ost- Fassade.

 

Auftraggeber: ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co.KG, Heegbarg 30, D-22391 Hamburg

Erbrachte Leistung: LPH 1-6 Tragwerksplanung & Wärmeschutz, 3d Visualisierung von Bauabläufen und Baustellensituationen

Projektgröße: Gesamtkosten ca. 115 Mio.€, BGF ca. 43.000m²

 


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Da das Baufeld aus mehreren teilweise noch bebauten Grundstücken bestand, musste das Gebäude in mehreren Abschnitten realisiert werden. Hierbei war eine schwierige Nachbarschaftsbebauung und die Einbindung von Nachbargebäuden zu berücksichtigen.

 Schlosshoefe Lageplan

 

Das Bauwerk erstreckt sich in der Ost-West-Achse auf etwa 190 m und in der Nord-Süd-Achse auf ca. 95 m. Die Höhe des Gebäudes misst von OK-Gelände ca. 23 m. Somit entstanden insgesamt 7 Geschosse einschl. einer kompletten Unterkellerung. Das Untergeschoss wird hauptsächlich als Verkaufsfläche und zur Anlieferung genutzt. Es ragt unterirdisch an der Süd-und Ostseite bis zu 10m über die Fassade hinaus. Der überwiegende Teil des Erdgeschosses und des 1. Obergeschosses wird als Verkaufsfläche genutzt. Im 2. und 3. Obergeschoss des südlichen Gebäudeteils befinden sich zum einen Büro- und Technikflächen und zum anderen die Kulturlounge. Im nördlichen Bauwerksteil befinden sich ab dem 2. Obergeschoss vier Parkebenen. Diese werden bis zum 2. OG durch eine zweiläufige Zu- und Abfahrtsspindel erschlossen. In den Parkebenen wird der Verkehr über Geschossrampen geführt. Eine der fünf Technik- und Lüftungszentralen befindet sich auf der letzten Parkebene und eine weitere in dem 2. und 3. OG des westlichen Gebäudeteils. Die anderen sind verteilt im Bauwerk angeordnet

Schlosshoefe Schnitt

Konstruktion

Im Wesentlichen ist das Bauwerk auf einer biegesteifen Sohlplatte gegründet. Durch die schwierigen Baugrundverhältnisse musste hier ein besonderes Augenmerk auf das Setzungs-und Differenzsetzungsverhalten gelegt werden. Dieses galt insbesondere vor dem Hintergrund der abschnittsweisen Umsetzung des Gesamtkomplexes. Im Bereich des Spindelbauwerks kam aufgrund der geometrischen Randbedingung eine kombinierte Pfahl-Platten-Gründung zum Einsatz. Der gesamte Keller wurde als WU-Konstruktion umgesetzt.

Schlosshoefe_Konstruktion

 

Das Gebäude wurde hauptsächlich in Ortbetonweise erstellt. Zu erwähnen ist hier besonders die innovative Deckenkonstruktion. Eingesetzt wurde ein Flachdeckensystem, welches durch Monolitzen rasterförmig örtlich vorgespannt wurde. Das Stützenraster beträgt im Regelfall 10 x 8,25m bei Deckendicken von 25 – 30 cm. 
Durch diese Konstruktionsart konnte die Gebäudehöhe entscheidend reduziert werden. Zudem kam es bei dem hohen Ausrüstungsgrad zu enormen Freiheiten in der Leitungsführung der Haustechnik. Übliche Balkendurchquerungen wurden weitestgehend vermieden. 

Schlosshoefe Bilder

Durch unsere konsequente 3-dimensionale Bearbeitung konnte nicht nur eine optimale Planung in allen Leistungsphasen erzielt werden; durch die damit verbundene Massensicherheit konnten zu jedem Zeitpunkt Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen realisiert werden.